Historische Funde haben im barocken Pfarrgarten in Wehr ein neues Zuhause


 

 
Historische Funde, die auf verschiedenen Standorten verteilt bisher kaum Beachtung fanden, haben nun Dank der Arbeit der Aktiven im Brauchtums- und Verschönerungsverein im barocken Pfarrgarten ein neues Zuhause gefunden.

Die Aktiven errichteten im westlichen Teil des Weingartens einen Unterstand aus Holz. Uwe Durben schuf mit meisterlicher Hand das Dach. Hinweisschilder erläutern dem Betrachter die Besonderheiten des jeweiligen Fundstücks.

 

In dem ausgestellten Tuffsteinsarkophag aus dem 2. Jahrhundert befand sich ursprünglich eine gläserne Urne, die Asche und Knochenreste enthielt. Sie befindet sich im Koblenzer Landesmuseum. Entdeckt wurde der Steinsarg bereits im Jahre 1956 von Klaus Brenk und Heinrich Degen in der "Hommeswies". Bis zum Umzug an seine neue Bleibe im Pfarrgarten befand er sich ungeschützt neben der Totenkapelle, wo er zusehends Schaden nahm. Beim Transport zerbrach er in mehrere Teile, die glücklicherweise aber von den Aktiven des BVV wieder zusammen gefügt werden konnten.

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Das zweite Exponat ist Teil eines so genannten Obersteins einer mechanischen, römischen Gestellmühle. Dieses Teil wurde im Jahre 1985 von Richard Zierler in der "Sauerwies" gefunden. Bis zu seiner Entdeckung hat er vermutlich anderen Zwecken gedient und wurde später einfach weg geworfen.

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Das dritte Fundstück ist der Torso eines romanischen Taufsteins. Er war Teil einer großen Halbkugel, die mit Säulen verziert und gestützt auf einem Sockel vermutlich bis 1760 in der Pfarrkirche stand. Danach lag es jahrzehntelang unbeachtet im Pfarrhof von Wehr. Nachdem der Torso aufpoliert wurde, können ihn die Besucher nun ebenfalls im Pfarrgarten bewundern.
 
Spätestens zum Pfarrgartenfest des BVV am 23. August 2009 können nun die Besucher diese Wehrer Raritäten konzentriert an einer Stelle auf sich wirken lassen.

Fotos: Klaus Goßmann, Wehr