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im Brohltal

Profifußballer kickt mit Nachwuchs


Sport Stefan Bell hatte Mitglieder des Jugendfördervereins zum Training eingeladen

RZ Andernach & Mayen vom Mittwoch, 28. Juni 2017
Von Hans-Willi Kempenich



Mit den Bambini begannen am frühen Nachmittag die Trainingseinheiten mit Stefan Bell (hinten Mitte). Erst nach 20 Uhr war die letzte übungßtunde mit den A-Junioren absolviert.
Foto: Hans-Willi Kempenich


Wehr. Immer, wenn Stefan Bell die Nachwuchsfußballer des Jugendfördervereins (JFV) Zissen zum gemeinsamen Training einlädt, verwandelt sich der Wehrer Sportplatz in ein Festgelände. Es werden Getränke- und Imbißstände aufgebaut, Parkplätze sind rar, die Zuschauerplätze dafür reich bevölkert. Denn ob Jugendfußballer oder nur aufmerksamer Beobachter: Alle wollen dabei sein, wenn der prominente Fußballprofi, der genau auf diesem Platz seine erfolgreiche Laufbahn begann und heute beim Erstligisten Mainz 05 zu den Leistungsträgern zählt, mit dem Brohltaler Nachwuchs kickt.

Stefan Bell will mit seinem Angebot etwas zurückgeben an seinen Stammverein FV Vilja Wehr, dessen Vorsitzender er obendrein ist. "Der JFV Zissen ist eine Bereicherung für den Jugendfußball im Brohltal. Insofern unterstütze ich diesen Zusammenschluss; sehr gern. Er stellt den Nachwuchsfußball auch des FV Wehr in der Breite und Spitze besser auf", sagt der Profi.

Diesmal folgten fast 150 Nachwuchskicker von den Bambini bis zu den A-Junioren der Einladung zum gemeinsamen Training. Mit jeder Mannschaft absolvierte Bell eine kleine Einheit. Unterstützt wurde er dabei von deren Trainern. Es bestand aber auch Zeit und Raum für Fotos, Autogramme und Fragerunden. Was er dabei leisten musste, war bewundernswert, denn von 15 bis nach 20 Uhr stand er fast permanent auf dem staubigen Platz. "Das jährliche Jugendtraining ist jedes Mal ein tolles Erlebnis - für die Kinder und auch für mich", war Bell auch diesmal höchst zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung.

Die Anwesenheit der vielen Eltern und Großeltern nutzten die Viljaner an diesem Tag aber auch, um ein anderes Projekt weiter bekannt zu machen, das sie vor Kurzem angestoßen haben: die Werbeaktion Herzrasen für ein neues Spielfeld. Mit dem Verkauf von Platzanteilen und "Fanartikeln" wollen die Verantwortlichen rund 75 000 Euro als Anschubfinanzierung für den Bau eines Kunstrasenplatzes aufbringen, der das staubige Geläuf im Wehrer Wald schon bald ersetzen soll. Und so waren diesmal neben Kuchen, Waffeln, Würstchen und Getränken auch T-Shirts, Tassen sowie Aufkleber mit dem Projektlogo im Angebot. "Das Ganze war eine gute Gelegenheit, um unser Projekt Herzrasen auch den Kindern und Eltern in einem großen Rahmen vorzustellen. Wir können jede Unterstützung auch aus den benachbarten Dörfern gebrauchen", zog Stefan Bell nach getaner Arbeit zufrieden ein Fazit. Denn ein neuer Platz in Wehr wäre auch für die anderen JFV-Mitglieder ein wichtiger Meilenstein und würde auch deren Plätze entlasten, sagte Bell.

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