WEHR hilft den Linden auf der Kellerei


Die Linden in Mitten des Ortskerns von Wehr, prägen das Bild der Kellerei nun schon seit mehr als 200 Jahren. Der diesjährige trockene Sommer, verbunden mit den wenig regenreichen Jahren der vergangenen Jahre, sind auch an diesen Bäumen nicht spurlos vorüber gegangen. Daher hat die Ortsgemeinde sich dazu entschlossen die Bäume zu tränken. Dazu wurden IBC Container, die von Privatpersonen und ortansässigen Unternehmen, wie der CARBO GmbH und dem Wehrer Kessel Gemüse gespendete wurden, an jeden Baum angebracht. Wöchentlich werden diese mit Wasser aus dem Brunnen des Kriegerdenkmals gefüllt und langsam leer laufen gelassen.

Wasser spielt eine wichtige Rolle im Zuge der Photosynthese. Hierbei wird die Lichtenergie der Sonne in chemische Energie umgewandelt. Die Pflanze braucht Wasser, CO2 und Licht. Es entsteht Sauerstoff und Glukose. Außerdem findet im Wasser der Nährstofftransport der Bäume von den Wurzeln hoch in die Krone statt. Pflanzen verfügen nicht über Pumpsysteme wie unsere Herzen. Für den Stofftransport wird vereinfacht gesagt, ein Konzentrationsgefälle genutzt, um das Wasser gegen die Schwerkraft zu den Blättern zu transportieren.

Bäume verfügen über Regelmechanismen um mit Trockenheit umzugehen. Dies sind kleine öffnungen an den Blättern über die Sauerstoff und Wasser abgegeben wird und Kohlendioxid aufgenommen wird. Bei Trockenstress werden die Poren geschlossen. So lässt sich der Wasserverbrauch senken. Es gelangt dann aber auch automatisch weniger CO2 in die Blätter, der eigene Verbrauch von Glukose kann nicht mehr gedeckt werden. Es kommt zu Vitalitätseinbußen wodurch der Baum anfälliger für Krankheiten und Schädlinge wird. In diesem Fall verhungert die Pflanze aufgrund von limitierenden Faktor Wasser. Es kann auch zum Ausgasen im Transportgewebe von Pflanzen kommen. Die Wassersäule reist ab und das Gewebe stirbt ab.

Es gibt neben den beschriebenen Spaltöffnungen weitere Möglichkeiten um den Wasserbedarf zu senken z.b. durch Abwurf der Blätter (dieser Prozess kann gerade an Buchen beobachtet werden) oder es brechen auch ganze äste beim sogenannte Grünastbruch ab.

Bäume sind sehr träge Systeme, wenn sie nicht sofort absterben zeigen Sie manchmal die Schäden erst in den kommenden Jahren. Geringere Zuwächse, eine höhere Anfälligkeit gegen Patogene geringere Stresstoleranz gegen z.b. Bodenverdichtung können die Folge sein.

"Wir versuchen den Bäumen etwas vom Stress zu nehmen" so Ortsbürgermeisterin Melanie Hilger "Ich kann mir unsere wunderschöne Kellerei nur sehr schwer mit Palmen vorstellen. " Eine Bitte an die Dorfgemeinschaft: Bitte "spielen" Sie nicht an den Ausflüssen der IBC Containern. Der Durchlauf ist so eingestellt, dass das Wasser genau für eine Woche ausreichend ist.







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