Hunde bitte an die Leine




Foto: Sebastian Breitbach, Hegeringleiter Kempenich


Die Hegeringleiter aus dem Brohltal, Sebastian Breitbach, Ingo Diekmann und Petra Doll bitten alle Hundehalter insbesondere während der sogenannten Rehwild-Setzzeit - also der Zeit, in der Rehgeißen ihre Kitze zur Welt bringen und aufziehen - Hunde konsequent anzuleinen. Auch wenn sie gut erzogen sind. In der Regel kommen die Rehkitze in der Zeit von Mai bis Juli zur Welt. In dieser Zeit ist besondere Rücksicht in der Natur erforderlich.

Der wichtigste Grund liegt im Schutz der neugeborenen Kitze. Diese verbringen ihre ersten Lebenswochen gut versteckt im hohen Gras oder Unterholz und verfügen noch nicht über einen ausgeprägten Fluchtinstinkt. Stattdessen vertrauen sie auf Tarnung und bleiben regungslos liegen, selbst wenn sich ein vermeintlicher Feind nähert. Ein freilaufender Hund kann ein solches Kitz leicht aufspüren - oft mit fatalen Folgen. Selbst wenn es nicht direkt verletzt wird, kann schon das Aufscheuchen dazu führen, dass die Mutter ihr Jungtier nicht mehr annimmt oder es durch Stress geschwächt wird.

Auch für die erwachsenen Tiere bedeutet die Anwesenheit freilaufender Hunde erheblichen Stress.
Beim Fluchtverhalten verbrauchen die Tiere wertvolle Energie, die sie eigentlich für die Aufzucht benötigen.

Die Setzzeit ist daher eine Phase, in der menschliches Verhalten direkten Einfluss auf den Fortbestand der Wildtiere hat. Das Anleinen von Hunden ist eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme, um unnötiges Leid zu verhindern.

Nicht zuletzt ist das Anleinen in vielen Regionen auch gesetzlich vorgeschrieben. Verstöße können mit Bußgeldern geahndet werden. Doch unabhngig von rechtlichen Vorgaben sollte der respektvolle Umgang mit der Natur im Vordergrund stehen.

Zusammengefasst gilt: Wer seinen Hund während der Setzzeit anleint, schützt nicht nur Rehkitze und ihre Mütter, sondern trägt aktiv zum Erhalt der heimischen Tierwelt bei.

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